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Heimtiere und Gesundheit

Wie Katzen, Hunde und andere Tiere die Gesundheit von Menschen stärken, zeigt das neue Buch „Heimtiere und Gesundheit. Prävention – Assistenz – Therapie“ der Initiative ‚Zukunft Heimtier‘.

Es ist ein Baustein auf dem Weg zu einer höheren Wertschätzung für Tiere im Gesundheitssystem sowie der Anerkennung tiergestützter Therapien durch Krankenkassen.

Wenn man die vielfältigen positiven Auswirkungen von Tierkontakt auf die menschliche Gesundheit betrachtet, dann müssten Heimtiere ärztlich verordnet werden. Die Neuerscheinung „Heimtiere und Gesundheit.

Prävention – Assistenz – Therapie“ der Initiative ‚Zukunft Heimtier‘ fasst die wissenschaftlich nachgewiesenen heilsamen Effekte von Tieren auf Menschen anschaulich und umfassend zusammen.

Neue Zahlen und Fakten, eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage sowie anschauliche Praxisbeispiele vervollständigen das Bild, wie Katze, Hund und Co. nicht nur einen Beitrag für die Gesundheit des einzelnen Tierhalters, sondern auch für unser Gesundheitssystem leisten.

Zudem enthält das Buch Gastbeiträge führender Wissenschaftler aus Institutionen wie den Universitäten Bremen, Rostock, Dresden und Wien oder dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin.

„Mit dieser Publikation möchten wir die wichtige Rolle, die Tiere für unser Gesundheitssystem und die Gesellschaft einnehmen können, weiter bekannt machen“, sagt Rolf Zepp von der Mars-Initiative ‚Zukunft Heimtier‘.

„Unser Ziel ist, die Rahmenbedingungen von privater Tierhaltung und tiergestützten Therapien so zu verbessern, dass sie eines Tages von öffentlichen Kostenträgern anerkannt werden.“

Die zehn Kernaussagen von „Heimtiere und Gesundheit“:

1) Forsa-Umfrage belegt: Tiere halten gesund und glücklich

Eine repräsentative Forsa-Umfrage für die Initiative ‚Zukunft Heimtier‘ belegt, dass die Deutschen vom gesundheitlichen Nutzen von Hund, Katze und anderen Heimtieren überzeugt sind – egal, ob sie selbst Tiere halten oder nicht.

So sind 90 Prozent der Deutschen „voll und ganz“ oder „eher“ der Meinung, dass der Kontakt zu Heimtieren besonders ältere Menschen fit und gesund hält. 86 Prozent glauben, dass Heimtiere in Krisensituationen Trost spenden.

75 Prozent der Deutschen denken, dass Heimtiere einen positiven Einfluss auf Fitness und Gesundheit ihrer Halter haben. 68 Prozent glauben, dass Menschen mit Heimtier glücklicher und zufriedener leben.

2) Wissenschaftliche Studien belegen heilsame Effekte von Tierkontakt

Stressreduktion, Anregung zu Bewegung und Kommunikation, Motivation, soziale Unterstützung – eine Vielzahl positiver Effekte durch Tierkontakt haben internationale Wissenschaftler bereits nachgewiesen.

3) Tierkontakt kann teure Volkskrankheiten eindämmen

Der positive Einfluss, den der Umgang mit Tieren auf einen gesunden Lebensstil bezüglich Aktivität und Stressempfinden hat, kann viele Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Beschwerden des Bewegungsapparates und Diabetes mellitus eindämmen.

4) Tierhalter gehen seltener zum Arzt

So kann Tierkontakt die steigenden Kosten für das öffentliche Gesundheitssystem reduzieren: Einer deutsch-australischen Studie zufolge gehen Heimtierhalter um 15 Prozent seltener zum Arzt als Menschen ohne eigenes Tier.

5) Tiere sind erfolgreiche Co-Therapeuten

Gerade bei bedürftigen Menschen wie Senioren oder Kindern sind Tiere zu zunehmend beliebten Gesellschaftern und erfolgreichen Co-Therapeuten geworden. Einer Auswertung der Registrierungen im Portal www.tiergestuetzte-therapie.de zufolge gibt es bundesweit mindestens 550 Anbieter von tiergestützten Interventionen. Laut einer Umfrage setzen 40 Prozent aller Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie Tiere in ihrer therapeutischen Arbeit ein.

6) Hundegestützte Therapie für traumatisierte Soldaten

Ein gesellschaftlich besonders relevanter Bereich ist die Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) bei Angehörigen von Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Erste Erfahrungen mit tiergestützter Therapie haben sich als vielversprechend erwiesen. Derzeit werden Wege und Methoden diskutiert, um den im Dienst der Allgemeinheit traumatisierten Soldaten und anderen Menschen in Helferberufen hundegestützte Hilfe institutionalisiert anbieten zu können.

7) Große Nachfrage nach Assistenzhunden

Als Assistenzhunde können Vierbeiner behinderungs- oder krankheitsbedingte Einschränkungen ausgleichen und ihren Haltern Mobilität, Selbstständigkeit und damit Lebensqualität schenken. Einer aktuellen Umfrage der Initiative ‚Zukunft Heimtier‘ zufolge schätzt ein Großteil der Ausbilder von Assistenzhunden die Nachfrage als „hoch“ oder „sehr hoch“ ein. Ein großes Problem sehen die Befragten bei der Finanzierung der Hunde, deren Ausbildung mehr als 20.000 Euro kostet und nur in wenigen Fällen von Krankenkassen bezahlt wird.

8) Rahmenbedingungen des Tierkontakts müssen stimmen

Heimtiere können ihre heilsame Wirkung nur entfalten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Deshalb sind in tiergestützten Interventionen verschiedene Qualitätskriterien zu beachten. Darunter fallen eine umfassende Ausbildung für Mensch und Tier, die Haltung und Eignung des Tieres sowie artgerechte Einsatzbedingungen und –zeiten. Zum Schutz kranker, geschwächter oder sehr junger Menschen sind sowohl in der privaten Tierhaltung als auch bei tiergestützten therapeutischen Einsätzen verschiedene Maßnahmen in Bezug auf Hygiene und Umgang notwendig.

9) Einsatz von Vierbeinern muss professionalisiert werden

Um die heilsame Wirkung von Tierkontakt auf die menschliche Gesundheit zum Wohl der Gesellschaft nutzen zu können, sollte der Einsatz von Vierbeinern in Therapie und Gesundheitsprävention qualitätsorientiert, professionalisiert und reguliert stattfinden.

10) Initiative 'Zukunft Heimtier' setzt sich für größere Wertschätzung ein

Es ist an der Zeit, den Leistungen von Heimtieren mehr gesellschaftliche Anerkennung zu zollen. Neben einer höheren Wertschätzung für die präventiven Effekte der Heimtierhaltung sind auch mehr Respekt und bessere Rahmenbedingungen für den Einsatz von Tieren in Therapien wünschenswert.

Interessierte können das Buch „Heimtiere und Gesundheit. Prävention – Assistenz – Therapie“ gegen eine Schutzgebühr von 20 Euro bestellen.


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