Die Abessinier ist zweifellos eine der wenigen wirklich sehr alten Rassen, wenngleich sie so wie wir sie heute kennen mit ihren Vorfahren nicht mehr sehr viel gemein hat und ihr Outfit beträchtlich modernisierte. 
Aber den majestätischen Blick - so ein bisschen von oben herab und mächtig würdevoll - hat si immer noch und den schafft keine so wie sie. Außer ihren jungen Verwandten, den Somali.
Dabei verbirgt sich hinter der königlichen Miene ein absolut heiteres Gemüt: Sie sind ein verspieltes, sehr temperamentvolles und ausgesprochen intelligentes Völkchen, voll liebenswerter Kapriolen und ausgesprochen sozialem Verhalten. Abessinier sind nicht gern allein und langweilen sich leicht ohne Gesellschaft - wobei Mensch oder Katze als Spielgefährte ohne Vorzug akzeptiert werden, sofern der Zweibeiner sich genügend Zeit dafür nimmt. Sie "bewohnen" gerne ihre/n Menschen und nehmen zum Kuscheln auch durchaus mit einem Hund vorlieb... Die Verbreitung erfolgte sicherlich, wie bei allen Exoten, durch Händler und Seefahrer. Möglicherweise kamen sie auch durch die afrikanischen oder arabischen Wüsten, denn immerhin scheinen sie mit den Falbkatzen verwandt zu sein, die eine beachtliche Zeit lang die Ägypter nachhaltig beeindruckten. Wie die Chronik vermeldet, soll mit "Zula" 1868 die erste aus Abessinien (heute Äthiopien) stammende Katze ihre Pfoten auf britischen Boden gesetzt haben - und wurde seither konsequent kultiviert. Das makellose Ticking und die schlanke Eleganz der heutigen Abessinier sind somit von Menschenhand geschaffen und basieren allein auf züchterischer Arbeit. Im Österreich der Zwischenkriegszeit sorgte übrigens eine "Nubierin" für Aufsehen im Wiener Prater, die dem Besitzer der Liliputbahn gehörte. Und Walt Disney machte mit "Die Katze, die aus dem Weltraum kam" eine Abessinierin weltberühmt! Der lebhafte "kleine Puma" - keine Rasse wurde je mit so vielen liebevollen Bezeichnungen geehrt - der die Flöhe husten hört, erlangte weltweit schnell Popularität, die bis heute ungebrochen ist. Die wildfarbene Abessinier ist die bekannteste Farbe mit der längsten Tradition. Die wunderbar warme rötliche Färbung der Sorrel wird erst seit den 50er Jahren gezielt gezüchtet, dicht gefolgt von den (relativ seltenen) attraktiven Blauen, den hell-warmtonigen Beige-Fawn und den erst seit Anfang der 80er Jahre bekannten, ungemein eleganten Silbernen, die zu den ganz besonderen Raritäten zählen. (Quelle: mit freundlicher Genehmigung des ÖVEK, Österreichischer Verband für die Zucht und Haltung von Edelkatzen. 1090 Wien, Liechtensteinstraße 126) Körperbau: mittellang und schlank, athletisch Fell: kurz, fein, eng anliegend, getickt Farbe: Wildfarben, Sorrel, Blau, Beige-Fawn, Silber Anmerkung: charakterstark
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Rasseclub Abessinier und Somali RCAS Interessengemeinschaft Abessinier und Somali im 1. DEKZV e.V. |