ÖsterreichDeutschlandSchweiz powered by Seite drucken
Themen  
Top News der Katzenwelt
News aus der Welt der Katzen
Katzen Meldungen
Kurzmeldungen aus der Welt der Katzen
Katze & Du auf Facebook
Besuchen Sie Katze & Du auf Facebook und liken Sie uns
Katzen-Community
Das Netzwerk von "Katze & Du"
Geschichte Katzen
Wie der Mensch auf die Katze kam
Katzen-Rassen
Alle Rassen, alle Infos
Katzen-Ausstellungen
Katzenausstellungen und Haustiermessen in Österreich
Züchterverzeichnis
Verzeichnis der Katzenzüchter in Österreich
Katzen-Züchterportal
Vereine, Kittenvergabe, Verzeichnis
Katzen-Zeitschriften
Lesestoff für Katzen-Freunde
Katzen-Buch
Katzenbücher, Kalender, Software
Katzenhaltung
Leben mit Katzen, Verhalten
Katzen-Biologie: Tip-to-Tail
So "funktioniert" die Katze
Katzennahrung
Trockennahrung, Feuchtnahrung, Snacks
Pflege und Hygiene
Katzenstreu, Fellpflege, Parasitenschutz
Zubehör
Kratzbäume, Spielsachen
Zoofachhandel
Aktionen, Angebote, Neuigkeiten
Katzenmedizin
Krankheiten, Diäten, Alternativen
Tierärzte in Österreich
Spezialisten in Österreich
Verhalten der Katzen
Was man beachten muß
Katzensitter und Katzenpensionen
Katzensitter und Katzenpensionen
Katzen-Fotos
Ihre Katze im Bild
Katzen-Portraits
Zeichnungen und Gemälde
Tierenergetiker
Neuigkeiten und Verzeichnis
Tierkinesiologie in Österreich
Neuigkeiten, Ausbildung und Anbieter
Tierkommunikation in Österreich
Verzeichnis und Neuigkeiten
Astrologie für Katzen
Horoskope für Katzen
Tier-Versicherung
Neuigkeiten und Verzeichnis
Tierbestattung
Abschied vom Tier
Tiersuche
Notfalltiere, vermisste und gefundene Tiere
Tierschutz in Österreich
Tierheime - entlaufene und gefundene Tiere
Geschenktipps
Geschenke für Katzenfreunde
Literatur
Geschichten aus der Welt der Katzen
Katzenlexikon
Suchbegriffe rund um die Katzen
Neu auf Katze & Du
Alle Nachrichten aus der Katzenwelt
Werbung auf Katze & Du
Sie möchten Ihre Website, Ihre Produkte oder Ihr Unternehmen auf Katze & Du bewerben?


Sie sind hier: » Startseite» Österreich» Katzenmedizin» Zahngesundheit

Mundgeruch bei der Katze

Zu Claudia Kellermeier kommen täglich besorgte Hunde- und Katzenbesitzer, alle mit derselben Frage: „Mein Tier riecht aus dem Maul – ist das normal?“

Claudia Kellermeier ist Tierärztin und Leiterin der Zahnsprechstunde an der Klinik und Poliklinik für kleine Haustiere der Freien Universität Berlin, und ihre Diagnose lautet: Mundgeruch bei Tieren ist weit verbreitet, doch harmlos ist er nicht.

Er deutet immer auf gesundheitliche Probleme mit den Zähnen hin. „Erstes Anzeichen und ein sicheres Indiz ist der Mundgeruch. Manche Tiere fressen auch nicht mehr richtig oder haben Probleme zu kauen. Viele Katzen führen die Pfote ans Mäulchen, als ob sie versuchten, sich etwas aus den Zwischenräumen der Zähne zu entfernen“, so Claudia Kellermeier.

Die Tierärztin erforscht Mundgeruch bei Haustieren. In einer Studie untersuchte die Wissenschaftlerin gemeinsam mit ihrer Kollegin, Veterinärmedizinerin Bärbel Rühe, die Ursache des unangenehmen Atems an 100 Hunden. Diese verglichen sie mit dem Phänomen beim „Zweibeiner“: Bei 70 Prozent der geplagten Menschen liegt der Ursprung des unangenehmen Atems in der Mundhöhle, nämlich an Belägen auf der Zunge.

Auf der Spur des faulen Odems unternahmen die Tierärztinnen zunächst einen Riechtest, um zu klären, ob der eigenen Nase bei der Diagnose zu trauen ist. Sie schnupperten den Tieren dicht am Maul entlang, klassifizierten die Probanden nach vier Geruchsgraden und rückten ihnen dann mit wissenschaftlichem Gerät zu Leibe, einem „Halimeter“.

Mit dem Halimeter werden flüchtige Schwefelverbindungen im menschlichen Mund gemessen. Diese entstehen aus der Tätigkeit von Bakterien, die dort siedeln und helfen, Eiweiß zu verdauen. Bauen die Bakterien jedoch zu viel Eiweiß ab, bilden sie schwefelhaltige Stoffwechselprodukte – diese nehmen wir als Mundgeruch wahr. Um herauszufinden, ob das auch für Hunde gilt, bauten die Veterinärmedizinerinnen den Halimeter für die Vierbeiner um und maßen die Konzentration von Schwefel in den Mäulern: Tatsächlich wiesen sie die chemischen Verbindungen nach, und das in weit höheren Mengen als bei Menschen.

Kein Wunder, dass der strenge Geruch viele Tierhalter bekümmert. Weitere Untersuchungen ergaben, dass es grundsätzlich die gleichen Bakterien bei Tier und Mensch sind, die die übel riechenden Verbindungen produzieren. „Das Ergebnis der Studie war eindeutig: Es gibt einen direkten Zusammenhang von Geruch und Gesundheit der Zähne – bei allen Hunden, bei denen wir Mundgeruch wahrgenommen haben, konnten wir erhöhte Schwefelverbindungen im Maul nachweisen, und alle diese Hunde hatten Zahnprobleme“, berichtet Claudia Kellermeier. Im Unterschied zum Menschen sind bei Hunden aber nicht die Zungen Bakterienherd, sondern ausschließlich die Zahnfleischtaschen.

Auch bei Tieren sind Plaque und Zahnbelag eine Ursache schwerer Zahnerkrankungen: Das Zahnfleisch kann sich entzünden, sogar zurückbilden, und die Zähne ausfallen. 80 Prozent der Hunde und Katzen über zwei Jahre haben zumindest erste Anzeichen von Schädigungen der Zahnhalterung. In diesen Fällen sollten Besitzer ihre Vierbeiner in die Hände eines Tierarztes geben, damit dieser die Beläge mit einem Ultraschallgerät entfernt – das lassen sich Hunde und Katzen aber nur unter Narkose gefallen.

Damit sich die Haustiere nicht allzu häufig einer solchen kleinen Operation unterziehen müssen, können Tierbesitzer die bakteriellen Störenfriede entfernen – das geht wie beim Menschen am besten mit Zähneputzen. „Auch bei Tieren sollte man auf die Putzrichtung und die richtige Technik achten“, rät Claudia Kellermeier: „Man muss aber nicht dreimal täglich putzen, einmal genügt“.

Die Tierärztin hält selbst einen Hund und eine Katze und weiß, dass es ratsam ist, bereits im Welpenalter mit der Zahnpflege zu beginnen – eine betagte Katze fährt schon einmal die Krallen aus, wenn Frauchen oder Herrchen auf einmal zum Zähneputzen anrückt. Das Maul ihres Vierbeiners sollten die Besitzer mit einer kleinen, weichen Bürste putzen oder mit einer Tierzahnbürste. Falls der Vierbeiner die Bürste nicht mag, genügt es für den Anfang, die Zähne mit einem weichen Tuch um den Finger abzureiben.

Für Tierhalter, die ihren Lieblingen noch nicht regelmäßig die Zähne putzen, gilt: der eigenen Nase trauen und den strengen Geruch aus dem Maul ernst nehmen. Die erste Diagnose ist so einfach wie zuverlässig – und ein künstliches Gebiss gibt es für Haustiere noch nicht.

Von Kerrin Zielke



Weitere Meldungen

Stellungsnahme zu Zahnbehandlungen ohne Anästhesie bei Hunden und Katzen

Erkrankungen im Maulbereich (inklusive Zahn- und Parodontalerkrankungen) gehören zu den häufigsten und wichtigsten Gesundheitsproblemen bei Haustieren. Eine effektive Behandlung ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge

[06.10.2013]   mehr »

Felines Orofaziales Schmerzsyndrom (Feline Orofacial Pain Syndrom - FOPS)

Als Felines Orofaziales Schmerzsyndrom wird ein Krankheitsbild bezeichnet, daß Katzen zur Selbstverstümmelung treibt

[14.07.2013]   mehr »

Zahnstein bei Katzen

Fehlende Zahnpflege bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze verursacht übelriechende Zahnbeläge (Plaque) und gefährlichen Zahnstein am Übergang zum Zahnfleisch

[30.04.2013]   mehr »

Entzündungen von Zahnfleisch und der Maulschleimhaut bei der Katze

Erst wenn die Katze beim Fressen wimmert und ihr Futter wieder ausspuckt, merken viele Katzenbesitzer, dass ihr Tier leidet

[20.06.2012]   mehr »

Lasertherapie als neue Behandlungsmethode beim eosinophilen Granulom

Tierärztin Julia Küpper entwickelt im Rahmen ihrer Doktorarbeit eine neue Behandlungsmethode beim eosinophilen Granulom

[17.08.2011]   mehr »

Katzenzähne richtig pflegen: So bleibt das Gebiss von Samtpfoten gesund

Katzen sind die beliebtesten Haustiere. "Ihre" Menschen achten auf gutes Futter und lassen ihr Tier regelmäßig impfen. Damit Katzen rundum gesund bleiben, sollte auch die Zahnpflege nicht vernachlässigt werden

[14.04.2009]   mehr »

Zahngesundheit bei Haustiere

Das Thema Mundhygiene wird alljährlich im September groß geschrieben, schließlich ist der 25. des Monats der „Tag der Zahngesundheit“

[15.09.2008]   mehr »

Zahnschmerzen bei der Katze

Nahezu jede zweite Katze entwickelt im Laufe ihres Lebens Zahnprobleme. Wie beim Menschen bildet sich zunächst der Zahnbelag - auch Plaque genannt

[20.04.2008]   mehr »

Dental-Röntgen bei der Katze eröffnet neue Therapie bei FORL

Dr. Gerhard Biberauer beschreibt im österreichischen VET-MAGAZIN.com eine neue Therapie bei FORL: 67% der Katzen leiden unter röntgenologisch verifizierbaren Zahn-Resorptionsläsionen (FORL). Das Dentalröntgen eröffnet aber auch eine neue therapeutische Möglichkeit

[04.03.2005]   mehr »


Suchen
Schnellsuche
Sie suchen etwas Spezielles? Einfach Suchbegriff ins Feld eingeben und los:


Newsletter
Gratis abonnieren
Immer informiert sein!
Unser Newsletter bietet alle Informationen.
Bitte geben Sie Ihre eMail-Adresse ein:



© 2016 katze-und-du.at  |  Nutzungsbedingungen  |  Impressum  |  Kontakt  |  Partner
Content Management System by SiteWare CMS  |  Design & Technology by jimpanse.biz & COMMUNITOR WebProduction

Hinweis zur Nutzung von Cookies: Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ganzen Hinweis lesen...
Mehr erfahren...