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Das Verdauungssystem der Katze

Dr. Elaine Wexler-Mitchell


Übersicht

Nahrung rangiert in den Top 10 jeder Katze an sehr hoher Stelle - wahrscheinlich höher als Catnip oder Polstermöbel-Kratzen, sogar höher noch als Streicheleinheiten vom Besitzer. Manchmal benutzen die Besitzer das Futter, um ihre Katzen zu bestechen, andere benutzen es, um die Aufmerksamkeit ihrer Katze zu erregen. Aber außer seiner wichtigen psychologischen Wirkung erfüllt Futter die grundlegenden Bedürfnisse einer Katze nach Ernährung. Was passiert mit dem Futter, wenn es erst einmal in den Mund der Katze gelangt ist? In diesem Artikel entdecken wir den felinen Verdauungstrakt, sprechen darüber, wie er funktioniert und berühren Probleme, die ihn befallen könnten.

In der letzten Folge von "Tip to Tail" haben wir den Mund der Katze kennengelernt und wie er das Futter schmeckt. Diesmal wollen wir den Pfad des Futters weiter in den Katzenkörper hinein verfolgen. Das Verdauungs-System umfaßt den tubularen Ernährungstrakt, der vom Mund bis zum Rektum (Mastdarm) reicht, als auch Leber und Bauchspeicheldrüse (Pankreas), welche ebenfalls eine sehr wichtige Rolle spielen. Von Natur aus Fleischfresser und Jäger haben Katzen ein auf die Verdauung von Beutetieren abgestimmtes System. Der Verdauungstrakt erfüllt sechs grundlegende Funktionen: Nahrungsaufnahme, Nahrungstransport, Zerkleinerung, Herauslösen der Nährstoffe, Verteilung der Nährstoffe und Beseitigung des Abfalls.


Der Verdauungsprozess

Während der Verdauung laufen komplexe chemische Prozesse ab. Enzyme besorgen das Zerlegen von großen Futterstücken in einfachere Bestandteile, die klein genug sind, Zellmembranen zu druchdringen. Diese einfachen Bestandteile sind die Nährstoffe, die die Zellen für ihre Energie und tadellose Funktion benötigen. Es sind dies Proteine, Aminosäuren, Kohlenhydrate, Fette und Lipide, Minerale, Vitamine und Wasser.

Am besten versteht man, wie das Verdauungssystem arbeitet, indem man den Weg des Futters über seine verschiedenen Stationen durch das System verfolgt. Die Katze nimmt das Futter mit ihren Zähnen und Lippen auf. Manche zerkauen die Stücke, andere schlucken sie im Ganzen. Im Mund wird das Futter mit Speichel angefeuchtet und vermengt, damit es leichter zu schlucken ist. Im Gegensatz dazu enthält der menschliche Speichel Enzyme, die die Aufspaltung der Nahrung bereits im Mund einleiten. Die Zunge befördert das Futter nach hinten durch den Rachen in die Speiseröhre. Sie befindet sich fast zur Gänze im Brustraum und ist jener Teil des Ernährungskanals, der den Mund mit dem Magen verbindet. Von der Speiseröhre gelangt das Futter sofort in den Magen.

Der Magen, der sich auf der linken Seite der Bauchhöhle hinter der Leber befindet, ist das dehnbare Reservoir für Nahrung und Flüssigkeit im Katzenkörper. Das in den Magen gelangte Futter wird hier mit Magensekreten vermischt. Drüsen scheiden Hydrochlorsäuren und Verdauungsenzyme aus, welche den Auflösungsprozess der Nahrung in Gang setzen, andere Drüsen scheiden Schleim aus, der die Schleimhaut, mit der der gesamte Ernährungstrakt ausgekleidet ist, dünn benetzt und sie vor den agressiven Säuren und Enzymen schützt. Ist das Futter mit den Säuren und Enzymen vermischt, wandert es in den Darmtrakt zur Verdauung und Ausscheidung.

Der Darmtrakt

Drei Teile stellen den Dünndarm dar. Vom Magen gelangt das Futtergemisch in das kürzeste Segment, das Duodenum. Während es das Duodenum passiert, wird ihm noch Galle zugesetzt. Von grünlicher bis gelblicher Farbe ist Galle eine Flüssigkeit, die die Magensäure neutralisiert, Fette bindet und abscheidet und erste Abfallstoffe befördert. Galle entsteht in der Leber, wird in der Gallenblase gesammelt und gelangt durch den Gallengang zum Duodenum.

Während das Futter, nun mit Galle angereichert, weiter durch das Duodenum wandert, weden ihm Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zugesetzt. Die Bauchspeicheldrüse liegt entlang dem Duodenum und entleert seine Enzyme durch den Pankreasgang in den Darm. Die Ausscheidungen der Pankreasdrüse neutralisieren ebenfalls die Magensäuren und die Enzyme helfen bei der Verdauung von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. Ohne diese Enzyme wäre der Körper nicht in der Lage, die Nährstoffe aufzunehmen, weil sie nicht genügend zerkleinert wären, um durch die Darmschleimhaut ins Blut zu gelangen.

Die Darmschleimhaut weist mikroskopisch kleine, fingerähnliche Gebilde auf, sogenannte Villi, die mit noch kleineren Mikrovilli bedeckt sind. Diese Einteilung vergrößert die insgesamte Oberfläche der schleimhautbedeckten Darmröhre und sorgt für vermehrte nährstoffdurchlässige Fläche.

Auf das Duodenum folgt das Jejunum, der größte Teil des Dünndarms, der bis zu acht Windungen haben kann. Das Jejunum ist der nährstoffdurchlässigste Teil des Verdauungstraktes. Kapillaren in den Mikrovilli befördern die Nährstoffe zu größeren Venen, die zur Eingangsvene (Portal-Vene) zusammenlaufen. Die Portalvene trägt die Nährstoffe zur Leber, wo sie gefiltert und weiter bearbeitet werden. Material, das durch das Jejunum gegangen und nicht von den Mikrovilli aufgenommen wurde, wandert weiter in das Ileum, das den Dünndarm mit dem Dickdarm verbindet.

Der erste Teil des Dickdarms ist das Cecum. Es ist vergleichbar mit dem menschlichen Appendix, weil es ein Darmanhängsel ohne lebenswichtige Funktion ist. Das Cecum geht in den Dickdarm (Colon) über, welcher für die Wasseraufnahme zu-ständig ist und wo die Darmausscheidungen geformt werden. Wo der Dickdarm durch das Becken tritt, wird er zum Mastdarm. Nicht jedes Nahrungsteilchen und jeder Tropfen Wasser wird während seiner langen Reise durch den Verdauungstrakt vom Körper aufgenommen, manche Teile sind unverdaulich. Diese Überbleibsel bilden die Fäkalien. Der Mastdarm sammelt die Fäkalien, bis sie den Körper durch den Analgang und Anus verlassen.

 

Die Leber

Gehen wir zurück zu dem, was passiert, wenn die Nährstoffe durch die Portalvene zur Leber wandern. Die Leber einer Katze hat vier Lappen und füllt etwa ein Viertel des Bauchraumes. Die Leber ist ein äußerst interessantes Organ mit hunderten Funktionen, nicht alle im Dienste der Verdauung. Einige ihrer wichtigsten Funktionen ist die Erzeugung von Proteinen, Speicherung von Kohlehydraten, Fettumwandlung und die Entfernung von verbrauchten roten Blutzellen und diversen Abfallprodukten aus dem Blut.

Die Leber reguliert auch den Nährstoffspiegel im Blut. Die Nährstoffe haben nun eine Form, die auf zellulärer Ebene gebrauchsfähig sind. Das Blut, das durch die Leber wieder in den Kreislauf gelangt (siehe September 1998), ist mit den Nährstoffen angereichert und versorgt die Zellen im gesamten Körper der Katze. Weil das Blut auf seinem Weg vom Darm durch die Leber geht, ist diese vielen infektiösen Einflüssen, Stoffwechselprodukten und Giften ausgesetzt. Dank der Eigenschaft, sich rasch zu regenerieren, sind jedoch Schäden nur vorübergehender Natur. De facto könnten 70 bis 80 % der Leber beeinträchtigt sein, ehe Funktionsstörungen bemerkbar wären.

Ein sehr bekanntes Zeichen von Lebererkrankung ist die Gelbsucht, eine gelbliche Verfärbung der Haut, Schleimhäute und/oder Blutplasma. Die gelben Pigmente rühren von einem Stoffwechselprodukt, genannt Bilirubin. Ein hoher Bilirubinspiegel im Plasma führt zu einem hohen Spiegel im Urin und verfärbt ihn dunkelorange. Es gibt zahlreiche Ursachen dafür, doch die bei Katzen verbreitetste ist ein schlechter Gallenfluß. Gelbsucht ist bei einer Katze niemals ein normaler Zustand, sollten Sie etwas derartiges bemerken, fragen Sie Ihren Tierarzt.

 

Das Diagnostische Herantasten

Probleme mit dem Verdauungssystem sind die bei der Katze am häufigsten auftretenden Gesundheits-probleme. Erbrechen und Durchfall sind oft das Resultat, doch die Ursachen dafür können nicht immer leicht gefunden werden. Es gibt zahllose Möglichkeiten, aber anstelle sie jetzt alle taxativ aufzuzählen ist es besser, die diagnostischen Mittel zu besprechen, die helfen können, verschiedene Ursachen auszuschließen.

Die Beobachtungen des Besitzers sind bei der Ergründung von gastrointestinalen Erkrankungen sehr wichtig. Den meisten Katzenbesitzern ist bekannt, wie ihre Katze aussieht und wie sie sich anhört, wenn sie einen Haarballen heraufwürgt. Das ist ein normaler Fall von Erbrechen. Wenn Sie einen Haarball finden, ist das eine gute Erklärung für das unerwartete Erbrechen Ihrer Katze. Diätischer "Verrat" ist eine andere Ursache für Erbrechen oder Durchfall: Wenn Katzen etwas geschluckt haben, das sie nicht verdauen können, dann irritiert das den Verdauungstrakt. Auch Futterunverträglichkeit kann zu Erbrechen oder Durchfall führen. Katzenbesitzer sollten darauf achten, welches Futter sie ihrer Katze aufwarten, inklusive der Marke, Art und Geschmacksrichtung. In so einem Fall ist eine gastrointestinale Irritation einfach durch Futterwechsel in den Griff zu bekommen.

Eine Untersuchung beim Tierarzt ist der nächste Schritt bei der Auffindung von Magen-Darm-Störungen, inklusive einer kompletten Vorgeschichte und einer sorgfältigen körperlichen Untersuchung. Wichtige Schritte sind dabei die Untersuchung des Mundes und das Abtasten der Organe, die in der Bauchhöhle liegen. Können diese Schritte nicht die Ursache für das Erbrechen oder den Durchfall aufdecken, können weitere Untersuchungen angestellt werden.

Eine Untersuchung des Kotes kann das Vorhandensein von gastrointestinalen Parasiten, wie Würmer oder Protozoen, aufzeigen. Eier oder ganze, einzellige Organismen könnnen bei der mikroskopischen Untersuchung sichtbar werden. Der Bandwurm jedoch ist nicht so leicht durch eine Kotprobe zu entdecken, denn er hinterläßt häufig keine Eier. Der beste Weg, einen Bandwurm aufzuspüren, ist auf Wurmsegmente zu achten, wenn sie aus dem Dickdarm der Katze austreten. Anfangs erscheinen sie wie winzige, reiskorngroße Würmer, schließlich trocknen sie ein und sehen wie Sesamkörner aus.

Wenn Vorgeschichte, körperliche Untersuchung und Kotprobe noch nicht auf eine spezielle Ursache für Erbrechen oder Durchfall hinweisen, kann der Tierarzt noch weitere Test durchführen. Schwere und Dauer des Problems sind ausschlaggebend für die Auswahl der zusätzlichen Tests. Eine Katze, die lebhaft ist, ißt und nicht an Gewicht verliert, kann kein schwerwiegendes Problem haben. Aber eine Katze, die Futter oder Wasser nicht halten kann oder Gewicht verliert, ist besorgniserregend. Auch das Alter spielt eine Rolle, denn einige Krankheiten befallen Katzen in bestimmten Lebensabschnitten. Zum Beispiel, Würmer und andere Darmparasiten befallen eher Kitten, während ein Darmtumor eher bei älteren Katzen gefunden werden kann.

Der nächste diagnostische Test könnte ein Röntgen des Bauchraumes sein. Röntgenbilder machen sichtbar, wenn Organe nicht an der richtigen Stelle sind, sie zeigen verschiedene Fremdkörper, die versehentlich verschluckt worden sind, Verstopfungen oder Tumore. Viele Katzen mit Magen-Darm-Beschwerden haben normale Rö-Bilder. Wenn aber der Tierarzt entgegen den Rö-Bildern Geschwüre oder Verstopfung vermutet, kann er noch eine Barium-Dünndarm-Untersuchung anordnen. Für diesen Test wird der Katze ein Kontrastmittel eingegeben, das durch den Verdauungstrakt wandert. Normale Katzen haben eine sehr kurze gastrointestinalenTransportzeit und das Kontrastmittel wandert in etwa einer Stunde vom Mund bis zum Rektum. Es werden zu verschiedenen Zeitpunkten Röntgenaufnahmen gemacht bis das Kontrastmittel den Mastdarm erreicht hat. Ist eine Verstopfung vorhanden, kann das Kontrastmittel den Mastdarm nicht erreichen, oder braucht eine ungewöhnlich lange Zeit bis dahin.

Magen-Darm-Erkrankungen beeinflussen die Zahl der Blutzellen, Protein- und Mineralspiegel und andere Organfunktionen. Darum können Bluttests wertvolle Informationen zur Diagnose von Magen-Darm-Krankheiten beitragen, obwohl es keine spezifischen Tests für Darmfunktionen gibt. Bluttest können ebenso Auskunft über eine Leberentzündung geben. Und ein Bluttest, den man Gallsekret-Test nennt, kann in erster Linie Abnormitäten in der Leberfunktion aufzeigen. Die normalen Bluttests können jedoch keinen Aufschluß über die Pankreasfunktionen geben. Dafür benötigt man spezielle Bluttests, die der Veterinär nicht mehr selbst durchführen kann. Das Blut muß in spezielle Labors geschickt werden und die Ergebnisse stehen nicht sofort zur Verfügung.

Bluttests, die von der Norm abweichen, können auf eine Lebererkrankung hinweisen, obwohl sie über die genaue Art der Erkrankung nichts aussagen. Für eine genaue Diagnose der Lebererkrankung ist der beste Weg eine Leberbiopsie. Diese Prozedur kann auf zwei Arten durchgeführt werden. Die schonenste Methode ist die ultraschallgeleitete Nadelbiopsie, bei der der Bauchraum untersucht wird. Leber, Gallenblase und Gallengang werden gescannt und die abnormalen Regionen gekennzeichnet. Nach Verabreichung eines milden Sedatives wird eine Nadel durch die Haut in die Leber geführt. Diese Art der Biopsie kann sehr gute Resultate bringen, ist jedoch sehr begrenzt, da nur eine kleine Anzahl von Leberzellen entnommen werden kann. Die zweite Biopsiemethode ist eine Operation. Sie ist komplizierter, aber es kann ein größeres Stück Leber entnommen werden. Außerdem kann während der Operation die Leber direkt abgetastet und in Augenschein genommen werden, was wieder mehr Erkenntnisse bedeuted. Jede der diagnostischen Maßnahmen hat seine Risiken und Vorteile.

Eine Darmerkrankung zu diagnostizieren kann eine Darmbiopsie erforderlich machen. Wie bei der Leber gibt es zwei Arten, Darmbiopsien zu entnehmen. Die am meisten schonende wird mit einem Endoskop durchgeführt. Die Katze wird in Vollnarkose gelegt und das Endoskop durch Mund und Speiseröhre in den Magen und Darm geführt. Wird eine ausgedehnte Darmerkrankung vermutet, kann das Endoskop auch durch den Anus und Dickdarm eingeführt werden. Kleine, krallenartige Greifer packen winzige Stückchen der Schleimhaut, die für die Biopsie benötigt werden. Das Endoskop gestattet dem Arzt, die Schleimhaut des Darms zu betrachten und macht jedes Geschwür oder fremde Objekt auf dem Weg des Objektives sichtbar. Auch diese Prozedur hat ihre Grenzen. Es kann nur die Innenseite des röhrenförmigen Ernährungskanals geprüft werden, und das Endoskop kann nur eine bestimmte Distanz im Darm zurücklegen. Liegt das Problem außerhalb der Reichweite, bleibt es unerkannt. Es werden nur winzigste Gewebestückchen gewonnen und es ist nur die Schleimhaut.

Im Gegensatz dazu schließt die operative Biopsie alle Lagen Därme ein. Während der Operation können der gesamte Bauchraum mit allen seinen Organen begutachtet und abgetastet werden. Die Genesung von einer operativen Biopsie dauert länger, da die Katze während der Heilung der Därme intravenöse Ernährung benötigt.

Sollte Ihre Katze an einer Magen-Darm-Erkrankung leiden, solten Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen, wie weit Sie mit den Prozeduren zu gehen bereit sind. Die Kosten gehen von den relativ billigen Kotuntersuchungen bis zu den teuren Pflegekosten, Spitalsaufenthalt und Operation. Als Katzenbesitzer müssen Sie Ihre persönlichen Gefühle und ökonomische Gesichtspunkte sorgfältig abwägen.

 

Medikation und Diät

Nicht in allen Fällen ist ein derart ausgedehnter diagnostischer Aufwand notwendig. In vielen Fällen verschreibt der Arzt Medikamente - wie Antibiotika, krampflösende und entzündungshemmende Mittel, regulierende Mittel für die Darmflora - und beobachtet die Reaktionen des Tieres. Tiere, die dehydriert erscheinen, brauchen Flüssigkeitszuführung in Form einer Infusion.

Diät kann einen signifikanten Einfluß auf gastrointestinale Erkrankungen haben. Abhängig von den klinischen Symptomen kann der Tierarzt eine Katze durch diätetische Maßnahmen behandeln. Er wird eine spezielle ballaststoffreiche Kost verschreiben oder besonders leicht verdauliche oder auch allergenfreies Futter. Manche Katzen sprechen besser auf Dosenfutter als auf Trockenfutter an. Aber nicht jede Katze darf an diesem Futter teilhaben und die Diät für eine katze einzuhalten kann sich in einem Mehr-Katzen-Haushalt sehr schwierig gestalten.

Jede Körperzelle mit Nährstoffen zu versorgen ist ein komplexer Vorgang. Jeder Bissen Futter ist vielfachen Verarbeitungsschritten unterworfen, bis er in nutzbare Komponenten umgewandelt ist. Eine Katze mit Magen-Darm-Problemen kann an Erbrechen und Durchfall leiden, was ebenso auf eine leichte wie auf eine schwere Erkrankung hinweisen kann. Ihr Tierarzt wird mit Ihnen und Ihrer Katze zusammenarbeiten, um Behandlung und diagnostische Maßnahmen auszuwählen. Man kann sehr viel tun, und nicht immer ist eine klare Richtung erkennbar. Der Katzenbesitzer kann den Verdauungstrakt seiner Katze schützen, indem er nur gutes Futter verwendet, fremde Objekte aus der Reichweite seiner Katze hält, Leckerchen und Tischabfälle auf ein Minimum reduziert und im übrigen ärztlichen Rat einholt, wenn Probleme auftauchen.


"Tip to Tail" - Von der Nasenspitze bis zur Schwanzspitze


Das geheimnisvolle Auge

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"Die unglaubliche Reise" - 1.Teil: Zunge und Geschmackssinn

"Die unglaubliche Reise" - 2.Teil: Das Verdauungssystem

 

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